Wie ist heute Landwirtschaft in einer überwiegend urban geprägten Umwelt sinnvoll möglich? Wie kann sie gleichzeitig für Ernährungssicherheit sorgen, ausreichend Einkommen für die Landwirt*innen und ihre Familien erwirtschaften und auch noch umweltgerecht das Klima schonen? Dieser Fragenkomplex treibt uns im Fachbereich Landwirtschaft und ländlicher Raum um.
Unser Studienleiter, Pfarrer Peter Schock, ist selbst ausgebildeter Landwirt. Daher kann er das Leben der Menschen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum besonders gut nachvollziehen: Sie müssen eine Spannung zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen und immer schlechter werdenen Ausgangsbedingungen ertragen (und meistern).
Darüber müssen wir diskutieren! Wie können Tradition und notwendige Weiterentwicklungen fruchtbar ineinandergreifen? Ist das Landleben ein Auslaufmodell oder kann es gar wichtige Impulse für die Lösung vieler gegenwärtiger Fragen liefern? Eines ist klar: Nur dort, wo es eine lebensfähige Landwirtschaft gibt, gibt es auch eine regionale Lebensmittelversorgung und eine Zukunft für das Land.
Es geht um einen schöpfungsbewahrenden Umwelt- und Klimaschutz und um den Erhalt unserer Kulturlandschaft mit ihren Dörfern – einem besonderen Kulturgut und Kleinod Badens. Für beides setzen wir uns ein, konkret vor Ort und in den geselIschaftspolitischen Diskussionen.
Um die Lebensräume im ländlichen Raum zu erhalten und so die Schöpfung zu bewahren braucht es mehr als nur Einsatz für Umweltschutz und Ökologie! Es braucht einen ganzheitlichen Beitrag für eine gesunde Umwelt. Dazu gehören auch die Existenzsicherung landwirtschaftlicher Betriebe und eine starke Vertretung für die Interessen der Menschen auf dem Land.