Neckarelz (31.03.2017). Welches evangelische Kirchenlied passt zum grün-schwarzen Koalitionsvertrag? Diese Frage hatte sich Rolf Brauch gestellt, Regionalbeauftragter für den Kirchlichen Dienst Nordbaden. Er wurde fündig, und so sangen die Anwesenden – zum größten Teil aktive und kirchlich verwurzelte Landwirte aus dem Kreis – zusammen mit der Referentin Friedlinde Gurr-Hirsch das Lied „Vertraut den Wegen, auf die der Herr uns weist“. Der Kirchliche Dienst der Evangelischen Landeskirche in Baden hatte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ins Bildungshaus Neckarelz eingeladen, um die Inhalte des Koalitionsvertrages in Bezug auf Landwirtschaft und ländlichen Raum darzustellen.
Ungefähr eine halbe Stunde widmete sich Gurr-Hirsch dem Vertragswerk. Von kirchlicher Seite ist man mit dem Regierungsprogramm durchaus zufrieden, wusste Brauch unter Verweis auf den Landesbischof zu berichten. Gurr-Hirsch war dabei Verhandlungsführerin für die CDU. Dabei gebe es teilweise große Schnittmengen mit den Grünen.
Gerade die Umweltprogramme machten es für Landwirte einfacher, zusätzliche Arbeiten für die Natur- oder Landschaftspflege zu übernehmen. Inzwischen hätten nach Gurr-Hirschs Einschätzung auch viele Menschen verstanden, dass Arbeiten für den Erhalt von Kulturlandschaften allen zugute kämen und finanziell unterstützt werden müssten. Gerade in der Landwirtschaft gibt es nämlich gewaltige Brüche. Nur noch 1,8 Prozent der Erwerbsbevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft.






