Hier finden Sie einen Bericht über die Tagung von Rolf Brauch, Regionalbeauftragter
Dialog Landwirtschaft und Gesellschaft
Vom 13.03. - 14.03. fand die zweite Tagung “Quo vadis? Neue Steuerungsinstrumente in der Agrarpolitik“ in der EV. Akademie Bad Herrenalb unter der Regie des Kirchlichen Dienstes Land statt. Dazu kamen wieder Vertreter aus ganz verschiedenen Bereichen der Agrarszene – vom Landwirt bis zum Ministerium, vom Bauernverband bis zu Brot für die Welt. Gerade diese Vielfalt in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre machen den Wert einer solchen Veranstaltung aus. Themenschwerpunkte waren diesmal Selbst- und Fremdbild der Landwirtschaft und der Berufsethos der Landwirte. Dabei wurde deutlich, dass in einer Gesellschaft der Entfremdung von der Ur-Produktion der Berufsstand und seine „Sympathisanten“ sich offensiv in den gesellschaftlichen Dialog einbringen müssen und sich dazu aller Medien bedienen müssen, aber vor allem sich selber einbringen müssen als glaubwürdige Botschafter. Weder das Schmollen noch das aggressive Verneinen von Problemen wird hilfreich sein.
Folgende Konsensaussagen gab es am Ende der Tagung u.a.:
Folgende Konsensaussagen gab es am Ende der Tagung u.a.:
- der Berufsstand ist verunsichert
- die 7 Ideen sehr wertvoll, v.a. Aufklärung, Austausch, emotionalisierung, Personalisierung, Storytelling - wichtig
- "Die" Landwirtschaft reagiert einheitlich - trotz unterschiedlichster Interessen
- Dialogform & Bildungsarbeit von zentraler Bedeutung (Jugendarbeit)
- Wo geschützt werden muß gibt es Bedrohung
- Agrikultur - Genuß - Emotionalität
- EU-Augrarhaushalt ab 2020 wird schmaler werden
- LABEL´s Vielfalt d.EH nicht sinnvoll
- "Basis LABELs" mit klaren Kriterien und staatlich legitimieren sinnvoll
- Nachjustierung des Lehrplans
- Berufsausbildung wichtig und Fortbildung
Bei der Auswertung wurde ein Dreifaches klar:
- Gelobt und geschätzt wird von allen, das sich unsere Landeskirche als Motor und Moderator in diesem Prozess kompetent engagiert
- der Teilnehmerkreis soll noch vorsichtig erweitert werden um z.B. Vertreter des Agribusiness und Verbraucher
- es soll schon im Oktober 2017 die dritte Runde stattfinden zur aktuell anstehende Reform der EU Agrarpolitik, indem wichtige Einrichtungen und Verbände dazu gehört werden, um sich abschließend darüber auszutauschen und einige Konsenspunkte herauszuarbeiten.
Petra Kister, Journalistin bei der BZ in Freiburg
Barbara Sester, Journalistin und Herausgeberin der Badischen Bauern Zeitung, Freiburg






