Liebe zur Demokratie
Nachbericht zu einem besonderen künstlerischen Abend zum Thema Demokratie und Toleranz
Demokratie ist nicht selbstverständlich, ihre Wertschätzung und Zelebrierung daher umso wichtiger. Beim künstlerischen Abend Liebe zur Demokratie in der Stadtkirche Offenburg wurde genau das thematisiert.

Foto: Iris Rothe

Pfarrer Christian Kühlewein-Roloff (Foto: Iris Rothe)

Akademieleiter Pfarrer Dr. Gernot Meier (Foto: Iris Rothe)

v. l.: Thomas Schäfer, Gerhard Hort, Matthias Metz (Foto: Iris Rothe)

v. l.: Cornelia Schmidt und Monika Rudolph (Foto: Iris Rothe)

Foto: Iris Rothe

v. l.: Thomas Schäfer, Monika Rudolph, Cornelia Schmidt, Gerhard Hort, Matthias Metz (Foto: Iris Rothe)
Am Abend des 6. März 2026 öffnete die Stadtkirche Offenburg ihre Türen für eine ganz besondere ‚politische‘ Veranstaltung. Am politischen „Vorabend“ der baden-württembergischen Landtagswahl 2026 ging es nämlich nicht um Parteipolitik, Wahlkampfversprechen oder Machtaushandlungen. Thema war vielmehr die Schönheit des demokratischen Miteinanders selbst und der Auftrag an alle Bürgerinnen und Bürger, die Liebe zur Demokratie in die Gesellschaft zu tragen.
Gemeinsam organisierten die Evangelische Akademie Baden und die Evangelische Kirchengemeinde in Offenburg einen erhebenden und unterhaltsamen künstlerischen Abend mit Musik, Liedern und Rezitation. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Christian Kühlewein-Roloff von der Stadtkirche Offenburg und Pfarrer Dr. Gernot Meier, den Leiter der Evangelischen Akademie Baden, verzauberten die drei Musiker des Trios HinterSinn (Matthias Metz, Gerhard Hort und Thomas Schäfer) das Publikum mit anregenden Musikstücken, die den Wert von Demokratie, Toleranz und Zusammenhalt für uns alle eingänglich greifbar machten. Die Sprecherinnen Cornelia Schmidt und Monika Rudolph trugen Texte, Gedichte und kurze Geschichten vielfältiger Autor*innen vor, die die Zuhörenden dazu einluden, sich die Attraktivität und Errungenschaften unserer demokratischen Gesellschaft bewusst zu machen und die Folgen der Angriffe aus autoritären Kreisen auf eben dieses demokratische Miteinander in ihrer bedrohlichen Nähe zu erkennen.
Zum Besten gegeben wurden unter anderem Werke von Hans Magnus Enzensberger, F. Galaid, Erich Kästner, Mascha Kaléko, Reinhard Mey, Konstantin Wecker und Sebastian Krumbiegel.
In großer Runde ergab sich so die Möglichkeit, sich mit den Anforderungen an Demokratie und die Sorge um die Gegenwart und Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft auseinanderzusetzen. Die aktuelle Bedrohungslage für unsere Demokratie aus bestimmten Parteien, aus Medien und sozialen Gefügen heraus ist ernst und muss ernstgenommen und adressiert werden.
Dabei lebt demokratische Resilienz nicht allein vom Widerspruch gegen Bedrohungen, sondern ebenso von der Zuversicht, dem Stolz und der Wertschätzung für das, was unsere demokratische Ordnung stark macht: das Miteinander, der Erfahrungsaustausch, die Wertschätzung vielfältiger Perspektiven und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.





