Das macht Mut!
Erfolgreicher Fachtag von kirchlichem Dienst, GEW, ver.di und Gesamtausschuss der Mitarbeitenden-Vertretungen
Es mag paradox klingen, aber tatsächlich kann es manchmal Mut machen, sich über Mutlosigkeit auszutauschen. Genau das passierte im Laufe des Fachtags „Mut zu mehr Beteiligung“ am 24.10.24.

25 Teilnehmende vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, dem Gesamtausschuss der Mitarbeitendenvertretungen und den Gewerkschaften GEW und Ver.di trafen sich, um sich gegenseitig Mut zu machen, für den Einsatz für mehr Beteiligung an der Gestaltung der Arbeitsbedingungen in Kirche und Diakonie.
Der Hauptvortag von Ulrich Wohland, Soziologe und als Organizer und Campaigner im Berater-Netzwerk „OrKA – Organisierung & Kampagnen“ tätig, legte historische und aktuellen Gründe für die mangelhafte Beteiligung von Mitarbeitenden dar. Unter anderem informierten Arbeitgeber bzw. Dienststellenleitungen die Mitarbeiter*innen oder deren Vertretung oft nicht ausreichend. Es fehle häufig an Unterstützung für die Arbeit Letzterer, zum Beispiel indem konkrete Ressourcen (Büro, Technik) nur auf drängendes Bitten oder schlicht gar nicht bereitgestellt werden. Den Teilnehmer*innen war diese entmutigende Lage durchaus nicht unbekannt.
Doch auch die andere Seite wurde im Vortrag beleuchtet: Es wurden gelungene Aktionen von mehr Beteiligung und die wesentlichen Vorteile einer umfassenden Beteiligungsorientierung in Kirche und Diakonie vorgestellt.
Konkrete und aktive Beteiligung aller
In Baden beispielsweise begleiten der Gesamtausschuss und die Gewerkschaft ver.di betriebliche Interessensvertretungen dabei, konkrete Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen zu erreichen. Unter dem Projektnamen „Wir wollen’s wissen“ werden betriebliche Themen unter konkreter Beteiligung bzw. Einbindung der Kolleg*innen in den Einrichtungen angegangen und so schnelle und direkte Verbesserungen erreicht.
„Ausgangspunkt des Projektes ist wiederkehrend die Erfahrung, dass Interessenvertretungen in der Regel aus ihrer Stellvertreterrolle heraus handeln und versuchen, allein Lösungen beim Arbeitgeber durchzusetzen. Doch es gilt: Wenn viele Beschäftigte von einem Thema betroffen sind, den Druck von ungünstigen Bedingungen spüren, kommt es auf die Beteiligung der Kolleg*innen an, um die Situation zu verbessern. Das reicht von der gemeinsamen Identifikation der Themen, über die Priorisierung des Themas mit der größten Bedeutung, der gemeinsamen Erarbeitung von möglichen Lösungen bis hin zur Rückkopplung von Aushandlungsständen.“ [Quelle: GAzette Oktober 2023, GA Baden]
Gemeinsam schaffen wir mehr
Angeregt durch den Vortrag vertieften sich die Teilnehmer*innen anschließend in Kleingruppen in gegenwärtige Situationen und vor allem Lösungsansätze. Als Ergebnis hatten sie bis zum Ende des Fachtages eine Vielzahl konkreter Ideen gesammelt, wie Mitarbeitende und Mitarbeitervertretende sich mutiger in ihren Einrichtungen sich einbringen können.
Angeregt durch den Vortrag vertieften sich die Teilnehmer*innen anschließend in Kleingruppen in gegenwärtige Situationen und vor allem Lösungsansätze. Als Ergebnis hatten sie bis zum Ende des Fachtages eine Vielzahl konkreter Ideen gesammelt, wie Mitarbeitende und Mitarbeitervertretende sich mutiger in ihren Einrichtungen sich einbringen können.
Gestärkt, beschwingt und ermutigt wollen die Teilnehmer*innen diese Erfahrung und die frischen Ideen weitertragen und teilen.





