Auf den Spuren Johann Sebastian Bachs
35 Menschen besuchten Eisenach, Arnstadt und Leipzig
Das Programm der viertägigen musikalischen Studienreise war anspruchsvoll und perfekt organisiert, für Unterbringung und Kulinarik war bestens gesorgt – so lautet das Urteil von Teilnehmer Dr. Heinz Janssen, der diesen Nachbericht für uns verfasst hat.

Bachs Geburtshaus in Eisenach

Nächtlicher Spaziergang über den Marktplatz Leipzig

Orgel-Spieltisch im Leipziger Bach-Museum

Vortrag zum Stand der Forschung im Bach-Archiv
Schon auf der Hinfahrt im komfortablen Reisebus wurden wir von dem fachkundigen und motivierenden Dreierteam aus Pfarrerin Claudia Rauch (Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Baden und Pfarrerin an der Evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe), Orgel- und Glockensachverständiger Prof. Dr. Michael G. Kaufmann (Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg) und Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser (Kantor an der Evangelischen Stadtkirche in Karlsruhe) auf das Leben und Wirken von Johann Sebastian Bach eingestimmt.
Live-Musik in Bachs Geburtshaus
Erste Station war Eisenach, Bachs Geburtsstadt. Dort erlebten wir nach einer Stadtführung (unter anderem mit Livemusik im Bachhaus-Museum) einen wunderbaren musikalischen Abendgottesdienst in der St. Georgenkirche, wo Bach 1685 getauft wurde. Frau Rauch hatte die Andacht zusammen mit Herrn Raiser anhand einer Meditation zu der berühmten Bach-Fantasia (G-Dur, BWV 572) gestaltet.
Abstecher auf die Wartburg
Am folgenden Tag ging es auf die nahe gelegene Wartburg, wo uns eine Führung Einblicke in die mittelalterliche Bau- und Kulturgeschichte vermittelte. Der Blick in die „Luther-Stube“ durfte natürlich nicht fehlen. Nächste Station war Arnstadt, der erste Wirkungsort des jungen Komponisten. In der „Bach-Kirche“ (Neue Kirche) genossen wir die prominente D-Moll-Toccata, fulminant vorgetragen vom dortigen Kantor. Anschließend fuhren wir weiter nach Leipzig, dem Höhepunkt unserer Studienreise.
Klang-Erlebnisse in der Thomaskirche
Hier beeindruckte uns die Orgelführung in der Thomaskirche, wo Bach als Thomaskantor so lange und erfolgreich aktiv war. Ein besonderes Klangerlebnis stellte die romantische Wilhelm-Sauer-Orgel ebenso wie die neuere zweite Orgel im Gotteshaus dar. Außerdem hörten wir hier eine Bach-Motette, eine seiner mehrstimmigen geistlichen Vokalkompositionen.
Aktueller Stand der Bach-Forschung
Herausragender Teil einer Führung durch die „Musikstadt Leipzig“ waren ein Besuch des Bach-Museums sowie des Bach-Archivs mit einem Vortrag über die aktuelle Bach-Forschung, begleitet von Michael Kaufmann und Christian-Markus Raiser an historischen Instrumenten. Nach einem musikalisch-festlich gestalteten Gottesdienst am Sonntagmorgen in der Thomaskirche traten wir unsere Rückfahrt durch die schöne Landschaft Thüringens an.
Schöne persönliche Begegnungen
Fazit: Ludwig van Beethovens Ausspruch über Johann Sebastian Bach – „Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen“ – stimmt. Tatsächlich machen Bach und die Studienreise auf seinen Spuren Lust auf mehr. Die Reise hat bei uns Teilnehmenden beachtliche Spuren hinterlassen, die nicht so leicht zu verwischen sind – nicht zuletzt auch wegen der schönen Begegnungen!





