I am A. I.: In Heidelberg wird Künstliche Intelligenz erklärt

Interaktive Wanderausstellung zu KI

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Unsupervised Thinking“ besuchten Interessierte an zwei Tagen die Ausstellung „I AM A.I.“ in Heidelberg. Die Schau erklärt Künstliche Intelligenz an praktischen Beispielen und setzt dabei auf die Interaktion der Besucher*innen.

Ausstellung I am AI in Heidelberg
Besucherinnen in der Ausstellung I am AI
Interaktive Ausstellung I am AI
Wie lernt ein neuronales Netzwerk? Warum kann ein Computer erkennen, welche Worte ich spreche? Macht eine Künstliche Intelligenz manchmal Fehler? Diesen und anderen Kernfragen rund um Künstliche Intelligenz geht die Ausstellung mit Bildern, Videos und Experimenten nach. Es werden Brettspiele gegen eine KI gespielt, ein KI-Comic präsentiert und eine der wichtigsten Methoden der Künstlichen Intelligenz – das Gradientenverfahren – veranschaulicht.
 
Sonderführungen für die Evangelische Akadmie
Dr. Volker Gaibler von der Heidelberg Laureate Forum Foundation (Veranstalterin der Wanderausstellung in Heidelberg) stellte in seinen Sonderführungen verschiedene Stationen vor, etwa ein Exponat zur Erkennung von handschriftlichen Zahlen. “Es ist unglaublich spannend, zu sehen – oder sogar selbst interaktiv zu erleben – wie Zahlen durch ein neuronales Netz wandern und am Ende durch Mathematik Unerwartetes erlernt wird”, so Mathematiker Dr. Andreas Daniel Matt von IMAGINARY, dem Non-Profit-Unternehmen, des die Ausstellung konzipiert hat, in einer Mitteilung.
 
Künstliche Intelligenz reagiert auf unsere Vorgaben
An einer anderen Station von I am A.I. muss sich ein Roboter auf einem Bildschirm durch ein Labyrinth navigieren. Je nachdem, ob man den Schwerpunkt auf „Explore“ oder auf „Exploit“ setzt, kann er den Weg schneller oder langsamer bewältigen.
Auch die Schwierigkeiten beim autonomen Fahren werden verdeutlicht: Überfährt das Auto ein Kind, um seine Passagiere zu schützen oder die Reparaturkosten niedrig zu halten? Oder bekommt es die humanistische Entscheidung vorgegeben, das Kind zu schützen?
 
Digitale Variante zum freien Download
“KI ist eine Schlüsseltechnologie und wird unsere Zukunft maßgebend verändern. Die Gesellschaft gestaltet diese Veränderung mit. Es ist daher wichtig, dass die Techniken dieser Technologie verständlich vermittelt werden”, erklärte die damalige baden-württembergische Ministerin Theresia Bauer bei der Eröffnung der Ausstellung vor vier Jahren. 
Da I am A.I. in der Corona-Zeit entstanden ist, gibt es auch digitale Varianten in Deutsch und Englisch. Die Inhalte der Ausstellung sind unter offenen Lizenzen erhältlich und kostenlos downloadbar.