Theo-Broker: kirchliches Spotlight auf die Börsenwelt
Aktueller Kommentar von Pfarrer Dr. Jochen Kunath (Januar 2025)
Unser Fachdienstleiter "Arbeitswelt und Wirtschaft" wirft einen kirchlichen Blick auf aktuelle Entwicklungen an den Märkten. Diesmal geht sein Fokus in die USA und auf die Dinge, die nicht in Börsenlinien abbildbar sind.

Nach "Gott", "Religion" und "Liebe" sei "Zölle" das schönste Wort für ihn, sagte Donald Trump bei seiner Amtseinführung vor seinen Anhängern.
Zölle stehen für ihn deshalb ganz hoch im Kurs, weil sie Amerika unglaublich reich machen. Leider geben nicht wenige Wirtschaftsakteure in Deutschland auf so einfache Worte wie: "Zölle", "America first" oder "deal" eine ähnlich einfache Antwort.
Doch das Börsenparkett gepaart mit eigener Ich-Deutschland-Europa-Stärke und dem Sinn fürs Dealen oder Drillen ist zu gefährlich glatt für die komplexe Welt, in der wir leben.
Nach Weihnachten schöpfen wir aus der (geschenkten) Fülle. Auch die ist in einer Börsenlinie nicht abbildbar. Die ist nur zweidimensional. Es braucht ein dritte und eine vierte Dimension. Ohne ein Wir und etwas "Über uns" kommt es vielleicht nicht zum Börsencrash, aber zum Weltcrash.
Das Wort aus der Bibel für das angelaufene Jahr fordert uns in allen Kursschwankungen des Lebens unmissverständlich auf, das Gute zu suchen. Fangen wir an bei dessen kleinstem Nenner: Gut ist, was niemanden schadet.





