Auf den Spuren der Hoffnung in schwierigen Zeiten
Gesprächsabend mit Jürgen Mäder, Vorstand von Edeka Südwest
Krieg, Klimawandel, Wirtschaftskrise, Rechtsruck – wenn gesellschaftliche Ängste und Unsicherheiten zunehmen, schwinden Hoffnung und Zuversicht. Das neue Format "Was mir Hoffnung macht ..." der Evangelischen Akademie Baden in Kooperation mit Evangelischem Bezirkskantorat Offenburg und Künstlerkreis Ortenau soll die Hoffnung stärken.

Pfarrer Dr. Jochen Kunath (l.) und Jürgen Mäder
Premieren-Gast der Reihe war Jürgen Mäder, Vorstand von Edeka Südwest. Das Gespräch moderierte Pfarrer Dr. Jochen Kunath, Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (Evangelische Landeskirche). Offenburgs Kirchenmusikdirektor Traugott Fünfgeld steuerte Töne des Friedens bei und auch die Location wirkte anregend: Die Galerie im Artforum mit einer aktuellen Ausstellung dreier junger Künstlerinnen.
Hoffnung – die Vision vom guten Leben
Hoffnung sei ein besonderes Geschenk, stellte Jochen Kunath einleitend fest. Er zitierte Immanuel Kant, der einst erklärt hatte, neben Schlaf und Lachen gehöre Hoffnung zu den drei Dingen, die helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen. Im deutlichen Rechtsruck in der Gesellschaft drücke sich die Hoffnungslosigkeit aus, so Kunath weiter. Sie bringe Menschen dazu, schnelle und fundamentalistische Antworten zu suchen. Hoffen heiße, sich ausrichten auf etwas, das über den Alltag hinausgeht – es sei die Vision vom guten Leben, die man bewahre, ohne sich irre machen zu lassen vom Negativen. "Für mich als Christ ist Gott die Quelle der Hoffnung", so der Moderator. "Mutig davon zu erzählen, dass Liebe entscheidend ist und nicht Hass – das kann zur Hoffnung ermutigen." Mit Jürgen Mäder jemanden aus der Wirtschaft einzuladen, sei ihm wichtig, um zu erfahren, wie er die Hoffnung für sich und seine Mitarbeiter behalte.
Hoffnung sei ein besonderes Geschenk, stellte Jochen Kunath einleitend fest. Er zitierte Immanuel Kant, der einst erklärt hatte, neben Schlaf und Lachen gehöre Hoffnung zu den drei Dingen, die helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen. Im deutlichen Rechtsruck in der Gesellschaft drücke sich die Hoffnungslosigkeit aus, so Kunath weiter. Sie bringe Menschen dazu, schnelle und fundamentalistische Antworten zu suchen. Hoffen heiße, sich ausrichten auf etwas, das über den Alltag hinausgeht – es sei die Vision vom guten Leben, die man bewahre, ohne sich irre machen zu lassen vom Negativen. "Für mich als Christ ist Gott die Quelle der Hoffnung", so der Moderator. "Mutig davon zu erzählen, dass Liebe entscheidend ist und nicht Hass – das kann zur Hoffnung ermutigen." Mit Jürgen Mäder jemanden aus der Wirtschaft einzuladen, sei ihm wichtig, um zu erfahren, wie er die Hoffnung für sich und seine Mitarbeiter behalte.
Vereinbarung von Wirtschaft und Glaube
Dass Jürgen Mäder, Vorstand von einem der größten Arbeitgeber im Südwesten, mit Leib und Seele Teil der Edeka-Familie ist, wurde sofort deutlich. Zunächst Polizeibeamter, entschied er sich später für den Beruf des Fleischers und legte die Meisterprüfung ab, bevor er zum Chef bei Edeka aufstieg. Auch im Rückblick auf schwierige Zeiten könne er nach über 30 Jahre Arbeit im Handel sagen, dass Hoffnung und Glaube für ihn immer Themen gewesen seien, die er auch im Unternehmen platzieren konnten, so Mäder. So engagiere sich Edeka etwa stark im sozialen Bereich, aktuell werde unter anderem eine Aktion zur Renovierung der Steinmeyer-Orgel der Evangelischen Stadtkirche Offenburg unterstützt.
Dass Jürgen Mäder, Vorstand von einem der größten Arbeitgeber im Südwesten, mit Leib und Seele Teil der Edeka-Familie ist, wurde sofort deutlich. Zunächst Polizeibeamter, entschied er sich später für den Beruf des Fleischers und legte die Meisterprüfung ab, bevor er zum Chef bei Edeka aufstieg. Auch im Rückblick auf schwierige Zeiten könne er nach über 30 Jahre Arbeit im Handel sagen, dass Hoffnung und Glaube für ihn immer Themen gewesen seien, die er auch im Unternehmen platzieren konnten, so Mäder. So engagiere sich Edeka etwa stark im sozialen Bereich, aktuell werde unter anderem eine Aktion zur Renovierung der Steinmeyer-Orgel der Evangelischen Stadtkirche Offenburg unterstützt.
In eine gläubige Familie hineingeboren, sei er selbst dahingehend nicht streng erzogen worden, habe aber immer gespürt, dass eine Kraft da sei. „Ich beende jede harte Arbeitswoche mit einem stillen Gebet“, verriet Jürgen Mäder. Auch stünde am Ende von Vorträgen des von ihm angeregten Edeka-Ethikrates oft das Zitat von Dietrich Bonhoeffer: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag“. Ein großes Vorbild sei ihm auch Albert Schweitzer, dessen Bild und Zitate in seinem Büro hängen, so der Edeka-Vorstand. Er habe immer versucht, die Dinge positiv zu sehen, obwohl er auch oft Angst gehabt habe in seinem beruflichen Leben. Im Gebet und im Glauben habe er dann viel Hoffnung schöpfen können, wie er insbesondere auch an seine jungen Mitarbeiter kommuniziert. „Die finden das cool und zeigen mir, dass eine gewisse Empfänglichkeit für das Thema da ist.“
Abschluss mit vertonter Hoffnung
Mit Friedensliedern aus Palästina und Israel, dem Lied einer syrischen Sängerin und einem vertonten Text von Martin Luther umrahmte Kirchenmusikdirektor Traugott Fünfgeld den Abend am E-Piano. Das Musikstück zum Schluss – Von guten Mächten wunderbar geborgen – verwies noch einmal auf die Hoffnung als stärkste Kraft im Leben.
Mit Friedensliedern aus Palästina und Israel, dem Lied einer syrischen Sängerin und einem vertonten Text von Martin Luther umrahmte Kirchenmusikdirektor Traugott Fünfgeld den Abend am E-Piano. Das Musikstück zum Schluss – Von guten Mächten wunderbar geborgen – verwies noch einmal auf die Hoffnung als stärkste Kraft im Leben.
Text: Barbara Puppe-Opahle





