Mit Gutem das Böse überwinden
Projekt LOVE-Storm erhält Bad Herrenalber Akademiepreis 2024
Eingebunden in die Fachtagung „Rechtes Christentum“ zum 100-jährigen Gründungsjubiläum der Fachstelle für Weltanschauungsfragen verlieh der Freundeskreis der Evangelischen Akademie den Bad Herrenalber Akademiepreis 2024.

Björn Kunter von LOVE-Storm, Akademiepreisträger 2024

Interessierte Zuhörer bei den Vorträgen rund um die Preisverleihung

v.l. Sandra Kemp, Heide Reinhard, Ekkehard Fulda, Björn Kunter und Stefan Maaß
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“, zitierte die Weltanschauungsbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Baden, Sandra Kemp, eine Stelle aus dem Römerbrief und brachte damit die Arbeit der Initiative LOVE-Storm aus theologischer Sicht auf den Punkt. Der diesjährige Preisträger des Akademiepreises wurde für sein Engagement gegen Hass und Hetze im Netz ausgezeichnet. Seit 2017 entwickelt die Projektgruppe unter der Leitung von Björn Kunter Trainingsräume und Lernplattformen, mit denen sie Menschen gegen verbale Gewalt im Netz stärkt und unterstützt. LOVE-Storm gehört zum Bund für Soziale Verteidigung e.V., einem Fachverband der deutschen Friedensbewegung zur Entwicklung von Alternativen zu Militär und Gewalt. Sandra Kemp betonte in ihrer Ansprache die große Bedeutung des Dialogs für den Frieden, für eine gerechtere und menschlichere Gesellschaft. Die Evangelische Akademie Baden wolle mit der Verleihung des Akademiepreises diesen Diskurs aktiv mitgestalten.
Bedrohung im virtuellen Raum ist real
Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Baden, Stefan Maaß, begründete in seiner Laudatio die Wichtigkeit der Arbeit von LOVE-Strom angesichts der mittlerweile alltäglichen Gewalt in Form von Shitstorms in den sozialen Medien. Auch Hate Speech, also diskriminierende und menschenverachtende Sprache und Inhalte im digitalen Raum – angefangen bei Beschimpfungen bis hin zur konkreten Bedrohung durch Gewaltaufrufe – stellen aktuelle Probleme dar. Die Auswirkungen für Opfer solcher Anfeindungen im Netz sind zum Teil massiv, so Stefan Maaß: Emotionaler Stress, Angst und Depressionen zählen zu den Folgen. Neben der individuellen Betroffenheit betonte der Friedensbeauftragte auch die gesellschaftlichen Auswirkungen von Hass und Hetze im Netz: „Durch digitale Gewalt wird Meinungsvielfalt und damit auch unsere Demokratie bedroht!“ Studien belegen zudem, dass verbale Angriffe im Netz auch den Hass und die Gewalt auf der Straße fördern.
Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Landeskirche Baden, Stefan Maaß, begründete in seiner Laudatio die Wichtigkeit der Arbeit von LOVE-Strom angesichts der mittlerweile alltäglichen Gewalt in Form von Shitstorms in den sozialen Medien. Auch Hate Speech, also diskriminierende und menschenverachtende Sprache und Inhalte im digitalen Raum – angefangen bei Beschimpfungen bis hin zur konkreten Bedrohung durch Gewaltaufrufe – stellen aktuelle Probleme dar. Die Auswirkungen für Opfer solcher Anfeindungen im Netz sind zum Teil massiv, so Stefan Maaß: Emotionaler Stress, Angst und Depressionen zählen zu den Folgen. Neben der individuellen Betroffenheit betonte der Friedensbeauftragte auch die gesellschaftlichen Auswirkungen von Hass und Hetze im Netz: „Durch digitale Gewalt wird Meinungsvielfalt und damit auch unsere Demokratie bedroht!“ Studien belegen zudem, dass verbale Angriffe im Netz auch den Hass und die Gewalt auf der Straße fördern.
Was tun gegen Hass und Hetze?
Dem gegenüber stehen häufig Resignation und Ohnmacht, wodurch sich die Grenzen in der Kommunikation verschieben und Gewöhnungseffekte eintreten. Das zu verhindern und Betroffene zu stärken, hat sich das Preisträger-Projekt zur Aufgabe gemacht, so der Friedensbeauftragte weiter. „In den drei Zielen des Projekts – Betroffene zu unterstützen, Zuschauende zu aktivieren und der Gewalt gewaltfrei Grenzen zu setzen – sehen wir eine konkrete Umsetzung des christlichen Liebesgebots in die heutige Zeit.“
Dem gegenüber stehen häufig Resignation und Ohnmacht, wodurch sich die Grenzen in der Kommunikation verschieben und Gewöhnungseffekte eintreten. Das zu verhindern und Betroffene zu stärken, hat sich das Preisträger-Projekt zur Aufgabe gemacht, so der Friedensbeauftragte weiter. „In den drei Zielen des Projekts – Betroffene zu unterstützen, Zuschauende zu aktivieren und der Gewalt gewaltfrei Grenzen zu setzen – sehen wir eine konkrete Umsetzung des christlichen Liebesgebots in die heutige Zeit.“
Freude über finanzielle Unterstützung
LOVE-Storm-Projektleiter Björn Kunter freute sich über die Anerkennung und Stärkung, die das Projekt durch diese Auszeichnung erhalte. Der Akademiepreis ist mit 2.000 Euro dotiert. „Da wir auf Fördergelder angewiesen sind, sind wir dankbar für jede finanzielle Unterstützung“, betonte Kunter. Das preiswürdige Projekt bietet Trainings für digitale Zivilcourage in sicheren Räumen an und bildet Multiplikatoren aus, etwa an Schulen oder bei Nicht-Regierungsorganisationen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Spenden finden sich unter love-storm.de
LOVE-Storm-Projektleiter Björn Kunter freute sich über die Anerkennung und Stärkung, die das Projekt durch diese Auszeichnung erhalte. Der Akademiepreis ist mit 2.000 Euro dotiert. „Da wir auf Fördergelder angewiesen sind, sind wir dankbar für jede finanzielle Unterstützung“, betonte Kunter. Das preiswürdige Projekt bietet Trainings für digitale Zivilcourage in sicheren Räumen an und bildet Multiplikatoren aus, etwa an Schulen oder bei Nicht-Regierungsorganisationen. Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Spenden finden sich unter love-storm.de





